Klimaangepasste Beweidung MIT Mob Grazing

Immer häufigere Dürreperioden werden in Brandenburg und anderswo zum Problem für die Landwirtschaft. Eine andere Form der Weidehaltung kann ein Teil der Lösung sein.

Was ist Mob Grazing?

NETZWERK
KLIMAWEIDE

Seit 2021 beschäftigt sich das Netzwerk Klimaweide mit der Frage, wie sich Weidesysteme besser an veränderte Klimabedingungen anpassen lassen. Zu unserer Arbeit gehören praxisnahe Forschungsprojekte zu Mob Grazing im Ackerfutterbau und seit 2025 auch zur Zwischenfruchtbeweidung.

Gleichzeitig ist das Netzwerk eine Plattform für Austausch und gemeinsames Lernen. Über Feldtage und Veranstaltungen kommen Praxis, Wissenschaft und Beratung zusammen, um Erfahrungen zu teilen und neue Ansätze für eine klimaresiliente Weidewirtschaft zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Leitfäden, Fachbeiträgen und weiteren Veröffentlichungen aufbereitet und für die landwirtschaftliche Praxis zugänglich gemacht.

Praxisleitfaden zum Download

Unter welchen klimatischen und standörtlichen Bedingungen bietet Mob Grazing Vorteile gegenüber herkömmlichen Weideverfahren? Und wie kann es praktisch umgesetzt werden?

Unser Leitfaden gibt Betrieben eine praktische Entscheidungshilfe an die Hand. Er kann hier heruntergeladen oder bestellt werden.

Initiatoren

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WAS WIR MACHEN

Mob Grazing

Klimawandel, häufigere Dürren und abnehmende Bodenfruchtbarkeit sind ein Problem für die Landwirtschaft in Brandenburg. In der Mutterkuhhaltung werden Überweidung und ein Mangel an Futter von eigenen Flächen immer öfter zur Herausforderung. Mob Grazing setzt hier an – als Alternative zur üblichen Umtriebsweide, insbesondere in trockenheitsgefährdeten Regionen. Wesentlich für Mob Grazing sind:

-     ein hoher Aufwuchs des Pflanzenbestandes

-     lange Rastzeiten des Aufwuchses

-     eine hohe Tierbesatzdichte während der Beweidung

-     eine kurze Beweidungsdauer von weniger als 24 Stunden

-     eine Mulchschicht durch niedergetretene Pflanzenreste für mehr Bodenfeuchtigkeit und Humusaufbau.

Abgeschlossenes EIP-Projekt "Mob Grazing im Ackerfutterbau"

Im EIP-Projekt wurden die ökologischen von Wirkungen Mob Grazing von 2021 bis 2024 auf drei Brandenburger Betrieben unter Praxisbedingungen erprobt.

Im Zentrum stand die Frage, ob mehrjähriger Feldfutterbau mit Beweidung die Fruchtbarkeit und Resilienz von Ackerböden erhöhen und so die Erträge in trockenheitsgefährdeten Regionen stabilisieren kann. Untersucht wurde außerdem, ob sich durch den "Trampeleffekt" Mulchschichten bilden, die eine Überweidung vermeiden und den Humusaufbau fördern.

Ergänzend wurden die betriebswirtschaftlichen Folgen einer Umstellung betrachtet.

ERGEBNISSE

Die Ergebnisse des Projekts sind auf dieser Webseite zu finden. Die wissenschaftlichen Auswertungen folgen, sobald sie das Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.

Aus dem Projekt wurde ein Netzwerk

Während Mob Grazing in den USA, Australien und Kanada bekannt ist, gab es im deutschsprachigen Raum kaum wissenschaftliche Erkenntnisse und lediglich wenige Praxiserfahrungen, meist auf Dauergrünland.

Das hat sich mit dem Projekt geändert: Es ist ein lebendiges Netzwerk entstanden, das auch nach Projektende an Themen klimaangepasster Beweidung arbeitet – auf Veranstaltungen, im persönlichen Austausch und in neuen Projekten wie dem Folgeprojekt zur Zwischenfruchtbeweidung.

Gefördert wurde das Projekt durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg.

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